
Es rollt auf Hamburgs Straßen, im Idealfall immer besser und störungsfreier. Wichtiges Element hierfür sind dynamische Karten: Sie können dabei helfen, Unfälle zu verhindern, Emissionen zu senken oder automatisiertes Fahren verkehrssicher zu gestalten.
© ubilabs
Um diese Karten zu erstellen, braucht es zahlreiche Verkehrsdaten. Drei Jahre lang haben Expert:innen Prototypen und Konzepte entwickelt. Sie haben exemplarisch Daten auf unseren Straßen erhoben, ausgewertet, verknüpft und als Grundlage für dynamische Karten aufbereitet. Der Name ihres Projekts lautet EDDY und steht für European Digital Dynamic Mapping. Alle Anwendungsfälle, die Hamburg im Rahmen von EDDY umgesetzt hat, sind auf einer - natürlich! - digitalen Karte online verfügbar.
V.l.: Maren Link (LSBG), Maximilian Weltz (HAW), Prof. Dr. Rasmus Rettig (HAW) und Nils Gayer (LSBG)
Der LSBG war ebenfalls mit einem Team beteiligt. Die Kolleg:innen Maren Link und Nils Gayer aus dem Geschäftsbereich X arbeiteten unter anderem eng mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) zusammen und zwar mit ganz konkretem Praxisbezug: Sie testeten beispielsweise ein System, das auf Grundlage der Daten Radfahrende rechtzeitig vor möglichen Kollisionen warnt.
Wie sich statische Daten, beispielsweise Verkehrszeichen oder Baustellenbaken, erfassen und nutzen lassen, zeigt Prof. Dr. Rasmus Rettig von der HAW. Er und sein Team statteten ein Testfahrzeug mit einem Kamerasystem auf dem Autodach und einem Computer im Kofferraum aus, um damit Standorte von Baustellenbaken zu erfassen: Ein weiterer Schritt in Richtung digitale Baustellenkoordinierung und besseren Verkehrsfluss durch die Stadt.
Was dieses Testfahrzeug von einem normalen Auto unterscheidet, erklärt der Professor in kurzen Videos.
Konkrete Anwendung
Mit diesem Auto forschen Prof. Dr. Rasmus Rettig und sein Team. Die Kameras erstellen Daten für digitale Karten.
Ein spezielles Fahrzeug
Mit den Kameras auf dem Auto zeichnet das Team die Position der Baustellenbaken auf.
Blick in den Kofferraum
Hier ist Platz für jede Menge Daten und zwar auf dem eingebauten Computer.
Auf der Datenautobahn unterwegs
Wenn Rasmus Rettig losfährt, zeichnet das Fahrzeug die Daten in seinem Umfeld auf.
Ergebnisse auswerten und nutzen
Die Baken sind digital erfasst und verortet, das hilft anderen Fahrzeugen und bei der Baustellenkoordination.
Datenschutz ist selbstverständlich
Passant:innen und Kennzeichen werden von den Kameras automatisch verpixelt, so dass sie nicht auf den Karten verortbar sind.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Fahrzeuge miteinander kommunizieren können, unsere Busse flüssig durch die Stadt gelangen und Ampeln intelligent den Verkehr steuern.