
Das war das tägliche Bild und die ständige Herausforderung für unsere Ingenieur:innen an der Hohenfelder Bucht.
Bauen bei fließendem Verkehr war die Maßgabe für die Großbaustelle, die seit 2020 den zentralen Verkehrsknotenpunkt an der Alster prägte. Damit das gelingen konnte, arbeiteten alle gemeinsam und vernetzt.
Umfangreiche Kommunikationsmaßnahmen begleiteten die Bauphase an der Hohenfelder Bucht. Neue Formate ergänzten die sonst üblichen Informationsangebote. So entstand ein regelmäßiger Newsletter, es gab ein eigenes E-Mail-Postfach für das Projekt, eine Webpräsenz und das Videoformat „Baustellenkieker". Darin kamen natürlich auch unsere Ingenieur:innen zu Wort.
Sie wissen, was sie tun, wenn sie Brücken oder Straßen planen und bauen. Denn das haben unsere Ingenieur:innen gelernt. Mit Video-Drehs haben sie weniger Erfahrung als mit Großbaustellen. Dennoch stellten sich die Kolleg:innen für den „Baustellenkieker" vor die Kamera, um zu beschreiben, was am Großprojekt Hohenfelder Bucht zu erledigen ist.
Wir haben den Menschen vor Ort erklärt, wie, wann und warum wir bauen. Das hat wesentlich zur Akzeptanz dieser Großbaustelle im Herzen der Stadt beigetragen. Diese Art, mit Bürger:innen in den Austausch zu gehen, kann beispielhaft für künftige Projekte sein.
Edna Voß, Projektleiterin
Kommunikation gehört für mich zu meinem Jobprofil. Wir müssen uns an die Menschen wenden und mit ihnen sprechen.
Jan Woborzil, Baudurchführung
Das Video ist ein gutes Add-On zu unserer gängigen Kommunikation wie zum Beispiel Anliegerinfos. So können wir die öffentliche Meinung zu unseren Maßnahmen prägen und den Menschen die Botschaft mitgeben: Wir kümmern uns um Sie!
Philipp Wetzel, Planung Straßenbau
Seit 2020 haben wir die Hohenfelder Bucht umgestaltet: Entstanden sind zwei neue Straßenbrücken, eine Rad- und Fußwegbrücke und ein lichtdurchfluteter Tunnel. Zudem fließt der Verkehr nun besser durch den klarer strukturierten Straßenraum.
Vorteil für den ÖPNV: Die Metrobus-Linie 6 ist beschleunigt, fährt also mit weniger Individualverkehr auf der Route. Ein neuer Durchlass führt aus der Bucht hin zur Alster und eine ansprechende Treppe mit viel Grün sorgt für mehr Aufenthaltsqualität.
Die Aufenthaltsqualität hat sich deutlich verbessert. Wo früher Beton war, wachsen nun Felsenbirne und Zierapfel, Silberlinden und Zerr-Eichen. Letztere können besonders gut mögliche Trockenphasen überstehen.
Wo früher ein kleiner Durchlass war, öffnet sich jetzt das Wasserbecken großzügig Richtung Alster. Besonders gelungen: Auch Fußgänger:innen und Radfahrende haben nun direkt Zugang zum Wasser und zum Alstervorland.
Der Straßenraum ist neu sortiert, kompakter und übersichtlicher als zuvor. Damit verbessert sich auch der Verkehrsfluss und alle kommen schneller ans Ziel.