Die Krugkoppelbrücke zählt zu den herausragenden Brückendenkmälern Hamburgs. Sie wurde in den Jahren 1927/1928 nach Plänen der Oberbaudirektoren Fritz Schumacher und Gustav Leo errichtet.
Entsprechend ihrer Bedeutung erforderte die Restaurierung ein besonderes Vorgehen in Planung und Baudurchführung.
In Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachingenieur:innen aus Berlin erweiterte das Projektteam sein erforderliches Fachwissen und entwickelte einen sensiblen Umgang mit den historisch nachempfundenen Baustoffen.
Ziel war es, die „Konstruktionssprache der Brücke“ zu verstehen. Statt ganze Bauteile abzubrechen und neu zu errichten, wurden die Schäden einzeln analysiert und bewertet. Auf Basis der Kraftverläufe im Bauwerk entwickelte das Projektteam gezielte und schonende Sanierungskonzepte. So konnte ein Großteil der historischen Substanz erhalten werden.
Im Vorfeld waren umfangreiche und teils sehr spezielle Bauwerksuntersuchungen erforderlich.
Allein der Untersuchungsbericht zu den Terrakotta-Schmuckelementen umfasst mehr als 300 Seiten. Taucher:innen untersuchten die Holzpfahlgründungen und ihre Anschlüsse mithilfe von Unterwasserkameras, während Sachverständige die statischen Verhältnisse bewerteten.
Für die Abstimmung zum Denkmalschutz erstellte das Projektteam diverse tragbare Musterflächen des Mauerwerks, um Materialien und Erscheinungsbild frühzeitig mit dem Bestand abzugleichen.
So funktioniert schonende Instandsetzung
Die Grafik zeigt typische Schäden und wie sie behoben werden. Klicken Sie auf die markierten Stellen, um mehr zu erfahren.
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